Vier Demokratieprojekte bewilligt
Pressemitteilung vom 04.05.2026
Gute Nachrichten für Pinneberg: In seiner Sitzung am 21. April 2026 hat das Bündnis der Partnerschaft für Demokratie, ein Gremium von Vertreter*innen der Pinneberger Zivilgesellschaft und Verwaltung, erstmals in diesem Jahr über eingereichte Projektanträge entschieden. Es wurden vier Demokratieprojekte bewilligt. Damit können 2026 wichtige Vorhaben zur Stärkung von Beteiligung, Vielfalt und gesellschaftlichem Dialog umgesetzt werden.
Das sind tolle Neuigkeiten, über die Katharina Kegel, Federführendes Amt für die Partnerschaft für Demokratie in Pinneberg ihre Freude ausdrückte: „Jedes dieser Projekte trägt dazu bei, demokratische Werte sichtbar und erlebbar zu machen. Das ist ein gutes Zeichen für Pinneberg.“ Auch Gesine Keßler-Mohr, Bündnismitglied und Leiterin der vhs Pinneberg freute sich: „Das gesellschaftliche Engagement in Pinneberg ist groß. Umso glücklicher bin ich, dass es gelungen ist, nun die ersten vier Projekte in 2026 zu bewilligen.“
Projekt: Escape Room „Menschen Schauen“ (Träger: Kreis Pinneberg)
In einem rund 60‑minütigen Escape‑Room‑Spiel begeben sich Teilnehmende auf eine Spurensuche zur Geschichte der sogenannten „Völkerschauen“. Ausgangspunkt ist das Jahr 1881 und die historische Verschleppung und Ausstellung von Menschen durch den Tierhändler Carl Hagenbeck. Im Format des Escape Rooms setzen sich Teilnehmende mit Rätseln, Dokumenten und Quellenmaterialien kritisch auseinander. Unter der Woche wird der Escape Room Pinneberger SchülerInnen angeboten. An jeweils zwei Wochenenden im Juni und Juli steht dieser auch interessierten BürgerInnen offen und kann über die vhs Pinneberg gebucht werden.
Projekt: Gesellschaft im Wandel (Träger: DiakoMigra)
Im Rahmen des gemeinsamen Aktionstag von DiakoMigra und dem Kreis Pinneberg sollen Fragen zu Demokratie, Interkulturalität und Antidiskriminierung bearbeitet werden. Über ein kreatives Beteiligungsformat werden die Teilnehmenden gemeinsam Ideen und Vorschläge für eine zukunftsorientierte demokratische Willensbildung entwickeln.
Die Veranstaltung wird in den Räumen der Drostei stattfinden und richtet sich an zivilgesellschaftliche AkteurInnen, MultiplikatorInnen sowie SchülerInnen.
Projekt: Demokratische Teilhabe für Mama und Papa (Träger: vhs Pinneberg)
Vielen zugewanderten Eltern fehlen Kenntnisse über das deutsche Schulsystem sowie über ihre demokratischen Mitwirkungsmöglichkeiten. Dies erschwert es ihnen häufig, sich selbstwirksam für ihre Kinder einzusetzen. Gemeinsam mit dem Schulzentrum Nord bietet die vhs Pinneberg deshalb einen zunächst auf neun Wochen angelegten Pilotkurs für zugewanderte Eltern an. Ziel ist es, das interkulturelle Verständnis zwischen Eltern, Lehrkräften und der Schulgemeinschaft zu stärken.
Projekt: Deutschland, siehst du das nicht? (Träger: Christuskirche Pinneberg)
Am 31. Mai 2025 präsentieren das OPUS 45 Blasquintett und der Schauspieler Roman Knižka in der Christuskirche Pinneberg eine musikalische Lesung. Im Mittelpunkt steht ein eigens für das Konzert entwickeltes Kapitel zur Pinneberger Stadtgeschichte zwischen den Jahren 1929 bis 1933. Der Titel „Deutschland, siehst du das nicht?“, entnommen aus einem Gedicht von Kurt Tucholsky, lädt im anschließenden Dialogformat dazu ein, historische Entwicklungen gemeinsam zu reflektieren und Bezüge zur Gegenwart herzustellen.
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Über die Partnerschaft der Demokratie in Pinneberg
Die Partnerschaft für Demokratie in Pinneberg besteht seit 2021 und ist Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Ziel der Partnerschaft ist es, Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf lokaler Ebene nachhaltig zu stärken.
Die Umsetzung erfolgt in gemeinsamer Verantwortung: Die Koordinierungs‑ und Fachstelle (KuF) übernimmt die inhaltliche Begleitung, Beratung und Vernetzung der ProjektträgerInnen, während das federführende Amt für die administrative Umsetzung und Förderabwicklung zuständig ist.
Zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine und Institutionen können im Rahmen der Partnerschaft Förderanträge für Demokratieprojekte stellen, die vom lokalen Bündnis geprüft und beschlossen werden.
Entscheidungsgremium Bündnis
Das Bündnis ist das zentrale Entscheidungsgremium der Partnerschaft für Demokratie Pinneberg. Es setzt sich aus Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, Initiativen und Institutionen zusammen und entscheidet über die Vergabe der Fördermittel. In den Bündnissitzungen werden die eingereichten Projektanträge beraten und anschließend darüber abgestimmt, ob diese Projekte gefördert werden sollen. Mit einer positiven Entscheidung können die Vorhaben dann zeitnah starten und die demokratische Arbeit in Pinneberg wieder sichtbar und wirksam stärken.
Anträge willkommen
Ab sofort können Anträge für die Förderung demokratieorientierter Projekte gestellt werden. Gefördert werden Vorhaben, die demokratisches Engagement stärken, Vielfalt sichtbar machen oder Extremismus vorbeugen. Zu den Fördermöglichkeiten sowie zu den Antragsverfahren und alle weiteren projektbezogenen Fragen steht Ihnen die Projektkoordinatorin, Daniela Hartmann, zur Verfügung.